Städtetouren im und um den Harz
Städtetouren im Harz und in der nahen und weiteren Umgebung sind bei unseren Harzgästen, bei Touristen und Urlaubern sehr beliebt und ein fester und wachsender Bestandteil im gesamten Harztourismus. Mittelalterliche Städte mit ihren über mehrere Jahrhunderte zusammengefügten historischen Stadtbildern sind geradezu ein Besuchermagnet. Das Bewusstsein unserer Menschen aus dem In- und Ausland ist zunehmend auch auf die Leistungen unserer Vorfahren gerichtet, auf den Bürgersinn, auf den Handwerkerfleiß und das Verständnis der vielen einstigen Bergbeamten für Technik und Kunst, die in ihren Häusern dem Zeitgeist Ausdruck verliehen.
Die vielfältige Architektur des bebauten Harzes ist vor allem dem Fachwerk geschuldet, denn der dazu benötigte Rohstoff Holz wuchs vor der Haustür. Kein Wunder, sondern augenscheinliche Realität ist die reiche Fachwerkkunst im und vor dem Harz. Die Städte im Harzvorland bekamen große Mengen an Fichtenholz über die vielen Harzbäche geflößt. Noch heute erinnern in den alten Stadtkernen Namen wie "Holzmarkt" an die Zeit des Holzhandels.
Geschlossene historische Stadtensemble finden wir in Goslar, Einbeck, Quedlinburg, Stolberg, Wernigerode und Wolfenbüttel. Dort, wo der Luftkrieg große Schäden verursacht hat, sind in liebevoller und aufwändiger Restaurierung sogenannte Traditionsinseln entstanden, die den einstigen Reichtum an historischer Bausubstanz ahnen lassen. Dazu gehören die Städte Braunschweig, Halberstadt, Hildesheim und Nordhausen.
Viele andere Städte und Dörfer im westlichen Harz sind in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu liebevollen Urlauberorten umstrukturiert worden. Ehemalige Hüttenstandorte und Hüttenteiche mit ihren Zu- und Abflüssen wurden zu Kuranlagen mit Hallenbädern, zu Kurteichen und Wasserkaskaden. Der große Umbau hat den Harzern über Jahrzehnte einen gewissen Wohlstand gebracht.
Im östlichen Harz hat die Planwirtschaft der DDR in vielen Städten und Dörfern Verfall und Abriss historischer Bausubstanz zur Folge gehabt. Während an der Peripherie neue und für die Infrastruktur teure Wohnblöcke entstanden, wurden die Innenstädte mit ihren privaten oder verstaatlichten Häusern vernachlässigt und verfielen zunehmend. Sehr deutlich war das 1990 in Halberstadt und Quedlinburg zu sehen, wo ganze Straßenzüge baupolizeilich gesperrt waren, während in den Hochburgen des staatlichen Feriendienstes Wernigerode und Stolberg im Südharz sehr viel für das bunte historische Bild der Fassaden getan wurde.
So manches Baudenkmal konnte in seiner historischen Einmaligkeit nur deshalb gerettet werden, weil jahrelang nichts geschah. Eine wirkliche Sanierung und Restauration setzte hier nach der politischen Wende ein. Neue Restaurationsmethoden und modernste Möglichkeiten der Technik und des Materials ermöglichten jetzt eine umfassende Sanierung der Städte und Dörfer, die die Zeiten im Vorkriegsambiente überlebt hatten. Die Entkernung ganzer Stadtviertel erschloss neue Räume und Einsichten in die Struktur historischer Bausubstanz. Man konnte wieder hinter die Fassade schauen. Was vorher undenkbar gewesen wäre, bereichert nun das touristische Angebot, z. B. Altstadtfeste oder Advent in den Höfen.
Ein Glücksfall kam für den gesamten Harz hinzu, als 1992 die Stadt Goslar mit ihrer historischen Altstadt und dem legendären Rammelsberg und die Stadt Quedlinburg mit Schlossberg und der historischen Altstadt in das Weltkulturerbe der Menschheit aufgenommen wurden. Seitdem hat sich in den beiden UNESCO-Städten viel verändert. Das kommt besonders dem Harztourismus zugute.
Bedeutenden Städte liegen am Harzrand oder im Harzvorland. Zu ihnen gehören Bad Gandersheim, Braunschweig, Halberstadt, Hildesheim, Nordhausen, Sangerhausen, Sondershausen, Wernigerode und Wolfenbüttel. Von hier aus wurde in historischer Zeit der Bergbau im Harz unter fürstlicher oder kirchlicher Hoheit verwaltet . Dafür sprechen das Kloster Gandersheim, die Welfensitze in Braunschweig und Wolfenbüttel, die Bistümer Halberstadt und Hildesheim mit ihren Klöstern, die Thüringer Grafen in Sangerhausen und Sondershausen und die Grafen zu Stolberg-Wernigerode unter preußischer Oberhoheit. Sie alle haben Gewinn aus dem Bergbau gezogen, bis der Harz um 1850 ausgeerzt war.
Der tausendjährige Bergbau im Harz brachte einen Wohlstand und einen Reichtum in die Städte, der noch heute an und in den historischen Gebäuden ablesbar ist. Über die Region hinaus wirkende Museen haben die technischen und künstlerischen Leistungen aus der Vergangenheit bewahrt und präsentieren sie dem heutigen Besucher. Stadt- und Bürgerfeste sind Höhepunkte im gemeinschaftlichen Leben und bringen Harzer Volkskunst und Lebensart zum Ausdruck. In unseren Stadterkundungen, auf Besichtigungstouren oder einfach bei einem Stadtbummel erleben die Harzgäste das besondere Flair einer historischen Altstadt, wie es unsere UNESCO- und Kaiserstädte Goslar und Quedlinburg und viele andere Harzstädte bieten. Nachtwächter mit Laternen erwandern mit interessierten Touristen den Zauber der engen und krummen Gassen. Und wenn aus den kleinen Fenstern der geduckten Häuser das Licht auf das bucklige Kopfsteinpflaster fällt und das Wirtshaus am Wege im gemütlichen Ambiente zum Umtrunk einlädt, wird Mann oder Frau zum Nachtschwärmer.
Ein Spaziergang durch eine Altstadt ist zu jeder Jahres- und Tageszeit ein Erlebnis. Er öffnet dem gegenwärtigen Besucher den Blick in die Vergangenheit und in die Kulturleistungen unserer Vorfahren. Diese Zeitzeugnisse deutscher Architektur seit dem Mittelalter sind künftigen Generationen in ihrer ganzen Funktion und Schönheit zu erhalten.
Die einzelnen Städtetouren können nach Interesse und Wunsch des Gastes kombiniert werden. Dabei spielen die historischen Gegebenheiten einer Stadt und die Entfernung zueinander eine nicht unwesentliche Rolle. So haben sich in nunmehr zehnjähriger Erfahrung im Harztourismus folgende thematische Tagesfahrten im und um den Harz als günstig erwiesen:
- Der Welfensitz zu Braunschweig und die Altstadt von Wolfenbüttel
- Das historische Hildesheim und die UNESCO- und Kaiserstadt Goslar
- Der historische Marktplatz von Osterode und das schmucke Fachwerk in der alten Brauereistadt Einbeck
- Die "bunte Stadt am Harz" Wernigerode und der historische Hüttenort
- Ilsenburg mit der legendären Fürst-Stolberg-Hütte
- Die UNESCO- und Kaiserstadt Quedlinburg und das Große und Kleine Welfenschloss zu Blankenburg
- Das Kloster Walkenried, die Kurstädte Bad Sachsa und Bad Lauterberg und das Welfenschloss in Herzberg
- Der Domschatz in Halberstadt und das einzige deutsche Schachmuseum in Ströbeck
- Die Tradition der Kornbrennerei in Nordhausen und die Europäische Fachwerkstadt Stolberg im Südharz
- Die Bachstadt Eisenach und der Besuch der Wartburg - einem deutschen Symbol
In den Städten Goslar, Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode ist ein Tagesaufenthalt besonders zu empfehlen, um alle Sehenswürdigkeiten in sich aufnehmen zu können. Der Kunstfreund und historisch interessierte Harzgast erlebt hier Kultur und Kunst in einer Vielfalt und Schönheit, die ihresgleichen sucht. Die Domschätze in Halberstadt und Quedlinburg gehören ebenso dazu wie die unikaten historischen Stadtensemble von Goslar und Wernigerode.
Alle Leistungen aus einer Hand!- Kompetente Reiseführung für 8 Stunden
- Ausleihe von Bildmappen zu jedem Ort der Tour (inklusive)
- Begehung der Sehenswürdigkeiten* und der Altstadtviertel (inklusive)
- Informative und freundliche Unterhaltung der Gäste
Bei Interesse fragen Sie bitte an unter kontakt@reisewelt-harz.de
